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Prince of Persia: The Two Thrones:
Diese Zwiespältigkeit in der Person des Prinzen bekommt ihr im Laufe des Abenteuers immer wieder zu spüren – besonders dann, wenn ihr euch in den dunklen Prinzen verwandelt und mit ihm durch die Gassen Babylons zieht. Die Verwandlung betrifft auch rein spielerisch nicht nur das Aussehen des Prinzen, sondern seine Spielbarkeit allgemein. Der dunkle Prinz ist nur mit einer mächtigen Klingenkette und dem Dolch der Zeit bewaffnet, weitere Waffen kann er nicht benutzen. Zudem benutzt er teilweise andere Moves als der Prinz. So kann er zum Beispiel seine Klingenkette dazu nutzen, einen Feind zu packen, zu sich heran zu ziehen und dann mit einem Hieb zu verletzen oder gar zu töten. Darüber hinaus ist der dunkle Prinz stärker, dafür verliert er aber kontinuierlich Lebensenergie. Diese wird nur durch das Sammeln vom Sand der Zeit wieder aufgefüllt. Auf Grund dieser Limitierung können dafür ausgiebige Klettereinlagen mit dem dunklen Prinzen ziemlich nervig werden. An Wasserstellen könnt ihr euch jedoch jederzeit wieder in den bekannten Prinzen zurückverwandeln. Dieser spielt sich praktisch wie in den ersten beiden Teilen und natürlich kann er auch die Waffen besiegter Gegner aufheben und sie im Kampf benutzen. Neu sind die Speed Kills, eine Art Stealth Kills, die sich nur dann einsetzen lassen, wenn euch ein Feind noch nicht bemerkt hat. Oftmals könnt ihr euch wunderbar an einen oder zwei Feinde heranpirschen und mit dem rechtzeitigen Drücken von Buttons in die ewigen Jagdgründe schicken. Seid ihr unvorsichtig oder drückt die falschen Tasten, müsst ihr euch dem Feind so im Duell stellen. Ihr müsst auch beachten, dass nicht alle Feinde mit einem Schlag bereits getötet werden – manche müsst ihr mehrmals treffen. Die Speed Kills schonen nicht nur eure Lebensenergie, sie machen das Spiel auch schneller. Wer die beiden Vorgänger kennt, weiß wie viel Zeit man manchmal mit den Kämpfen verbracht hat – und um es ganz deutlich zu sagen, das hat stellenweise gewaltig genervt und glücklicherweise kann man „Prince of Persia: The Two Thrones“ dieses Problem zum Teil umgehen. Der letzte Teil der Trilogie bietet abermals auch wieder zahlreiche Rätsel und fordernde akrobatische Einlagen. Andauernd klettert ihr, springt über Abgründe, hangelt euch an Vorsprüngen entlang, weicht Fallen aus oder löst mitunter relativ knackige Rätsel, die alle perfekt in die Umgebung eingebunden wurden und so glaubhaft erscheinen. Wirklich lobenswert ist, dass euch der Titel auch dieses mal mit Kamerafahrten beim Betreten eines Raumes Überblick über die Beschaffenheit dieses bietet. Da ihr aber, genügend Sand vorausgesetzt, die Zeit wieder zurückdrehen bzw. verlangsamen dürft, werden euch schon das eine oder andere Mal Fehler bei bestimmten Aktionen vergeben. Stürzt ihr also ab, verfügt aber noch über Sand, dreht ihr die Zeit einfach zurück. Darüber hinaus erlernt ihr im Spiel auch mächtige Sandattacken, die sich wunderbar in die Kämpfe integrieren lassen. Neu an „Prince of Persia: The Two Thrones“ sind die Wagenrennen, welche jedoch beim kleinsten Fehler bereits tödlich enden können. Die Gegner versuchen hier auch, sich auf euren Streitwagen zu stürzen, seid also gewappnet, sie abzuwehren. Allgemein kann man sagen, dass die Wagenrennen ebenso spaßig wie das Flüchten vor dem Dahaka im zweiten Teil sind. Manchen gibt es den gewissen Kick, andere hassen es. Ausgehend von der technischen Perspektive, ist „Prince of Persia: The Two Thrones“ mal wieder sehr gut gelungen. Die Grafik macht auf allen Systemen einen sehr guten Eindruck, die Animationen der Charaktere und das Leveldesign können vollends überzeugen. Auch der Soundtrack passt wunderbar zum Setting und die Sprecher machen ihre Sache sehr gut und wirken einfach glaubwürdig.
Autor: Marius & Morten |
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