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Need for Speed: Carbon:
Wenn eine Rennspielserie so erfolgreich ist und sich schon so lange auf dem Markt behaupten kann, dann hat das zweifellos etwas mit der zu jeder Zeit hohen Qualität der Racer aus dem Hause „EA“ zu tun. Die Kehrseite der Medaille ist dann aber, dass sich ein solches Spiel dann auch mit anderen Massstäben messen lassen muss als nur der Tatsache, dass es erfolgreich ist. Und natürlich können bei einer Computerspielemarke, die sage und schreibe 12 Jahre auf dem Buckel hat, schon auch mal Abnutzungserscheinungen ergeben. Was hat „Carbon“ zu bieten? Nun, bei EA hat man versucht, die Entwicklung einen weiteren Schritt voranzubringen. Auf die Kürze gesagt, könnte man den zehnten Teil des Arcade-Renners auch „Most Wanted Underground“ nennen. Sprich: Man hat eine neue, relativ kleine Stadt genommen, in der man wie in „Underground“ wieder nur nachts fahren kann, dazu den größten Teil der Autos, Rennmodi und die Polizei aus „Most Wanted“, einmal kräftig umgerührt: Fertig war „Need for Speed Carbon“. Doch was heißt das im Detail? Unser Alter Ego kehrt nach „Most Wanted“ wieder in seine „alte Heimat“ zurück, aus der er damals nach einer Intrige verschwunden ist. Hier regiert sein alter Erzfeind „Darius“, und die Stadt ist unter den Racer Crews in Territorien aufgeteilt. Jedes Territorium besteht aus 2-4 Rennstrecken der aus „Most Wanted“ bekannten Rennmodi Kontrollpunkt, Sprint, Rundrennen und Radarfalle. Die Driftrennen sind nur gelegentlich anzutreffen, dafür hat man „Carbon“ mit den Canyon-Rennen einen ganz neuen Spielmodus spendiert, der zudem noch eine zentrale Rolle spielt. Hat man nämlich einen kompletten Bezirk, der aus mehreren Territorien besteht, erobert, fordert einen der Boss zum Canyon Rennen heraus. Die Canyon Rennen finden auf einer engen und kurvigen Bergstrecke statt, auf der man nacheinander zwei Rennen bestreitet. Zuerst verfolgt man seinen Gegner, je näher man ihm kommt, desto mehr Punkte gibt es. Die gewonnenen Punkte muss man im zweiten Rennen verteidigen, in dem man selbst verfolgt wird. Die Punkte nehmen umso langsamer ab, je größer der Abstand zum Verfolger ist. Wenn man es schafft, nach dem zweiten Rennen noch Punkte übrig zu haben, schaltet man den Wagen des Bosses frei, den man dann wie in „Most Wanted“ sogar gleich gewinnen kann. Eine weitere Neuerung sind die schon erwähnten Crews, die aus je 4 Mitgliedern besteht. Sobald man sich in der Hierarchie etwas nach oben gearbeitet hat, bieten sich neue Fahrer an, in der eigenen Crew mitzufahren. Über einen entsprechenden Bildschirm kann man diese rekrutieren und wieder entlassen. Außer den verschiedensten Boni wie höhere Preisgelder, verbesserte Tuningmöglichkeiten oder Rabatte beim Kaufen eines neuen Wagens steht einem dann in (fast) jedem Rennen die Fähigkeiten des Kollegen zur Verfügung. Eure Begleiter haben dabei 3 verschiedene Funktionen: Blocker halten einem wie der Name schon sagt, andere Fahrer vom Hals und so gesehen im wahrsten Sinne den Rücken frei. Schlepper geben einem Windschatten, aus dem man dann schneller herausfahren kann, um Gegner zu attackieren. Scouts suchen auf der Strecke nach Abkürzungen und helfen einem so, wichtige Zeit zu sparen. Welche Crewmitglieder man dabei bevorzugt, ist Geschmackssache. Ich persönlich fand die Scouts am hilfreichsten, wobei man mit offenen Augen die Abkürzungen auch selber findet. Spielerisch relevant sind die Crewmitglieder meiner Meinung nach allerdings viel zu wenig. Schade eigentlich, auch wenn die eigentlich nette Idee nicht ganz neu ist und schon bei „Juiced“ in einer ähnlichen Weise zu sehen war. Bei der Technik ist man sich in jeder der verschiedensten Bereiche treu geblieben. Die Grafik erinnert stark an „Underground“ und man stellt sich die Frage, ob sich die nach Jahren nicht noch etwas mehr verbessert haben darf. Immerhin wurden der Grafik einige neue Effekte spendiert, zum Beispiel die hübsch anzusehenden Windverwirbelungen. Natürlich gibt es wie schon im Vorgänger eine (recht schwache) Begleitstory, die immer wieder in mit echten Schauspielern verfilmten Videos weitererzählt wird, was ebenfalls sehr nett ist. Der (Motoren)sound kommt etwas fetter daher als beim letzten Teil und klingt deutlich realistischer, die Musik bietet fetzigen Sound passend zu qualmenden Reifen. Die Bedienung ist eingängig, auch wenn die zahlreichen Menüs manchmal etwas arg verschachtelt wirken. Enttäuschend ist der Umfang. Gemessen an „Underground 2“ bzw. der Dauer, um das Spiel durchzuspielen, ist der Singleplayer-Modus recht bescheiden. Allerdings gibt es für unersättliche einen Online-Modus. Die Fahrphysik hat man ebenfalls unverändert gelassen, sie ist nach wie vor sehr arcadelastig, was aber nur ein Kritikpunkt ist, wenn man Realismus erwartet. Die 3 Neuen Fahrzeugklassen Exoten, Muscle Cars und Tuner fahren sich allerdings zum Teil recht unterschiedlich.
Autor: Marius & Morten
Need for Speed Most Wanted:
Wie bereits gesagt, zu Beginn eurer neuen Karriere steht euch nur eine äußerst begrenzte Menge Geld zur Verfügung und einen Porsche oder Lamborghini werdet ihr euch nicht sofort leisten können. Und ihr könnt auch nicht sofort sämtliche Fahrer von der Blacklist herausfordern, denn diese wollen erst einmal beeindruckt werden, bevor sie sich euch stellen. Und dies macht ihr nicht nur mit Rennen, sondern z. B. auch mit der Höhe des Kopfgeldes, das die Polizei auf euch ausgesetzt hat. Und die Polizei spielt in „Need for Speed Most Wanted“ eine verdammt große Rolle. In fünf Stufen (ähnlich „Grand Theft Auto“) hetzt sie euch ihre Leute auf den Hals und wo anfangs nur ein Streifenpolizist hinter euch her ist, kleben euch später zwei Dutzend Fahrzeuge an den Hacken. Selbstverständlich legt die Polizei auch Krähenfüße aus und baut Straßensperren. Vor der Polizei fliehen ist immer einfacher gesagt als getan. Ihr müsst aus ihrem Sichtfeld verschwinden und euch für eine gewisse Zeit nicht mehr blicken lassen. Irgendwelche Nebenstraßen der Stadt eignen sich z. B. wunderbar, um sich zu verkriechen, wohingegen die Highways gemieden werden sollten. Erwischt euch die Polizei, werdet ihr verhaftet und passiert euch das zu oft, ist euer Auto futsch. Gefahren wird ansonsten in Renn-Modi wie Rundenrennen, Drag-Rennen, Sprint-Rennen und nun auch in Mautstellen- und Radarfallen-Rennen. Wo es in den Mautstellen-Rennen nur um das abfahren von Checkpoints geht, müsst ihr in den Radarfallen-Rennen alles geben und möglichst viel zu schnell fahren. Gewonnenes Geld könnt ihr natürlich wieder in Tuning stecken – und das sowohl leistungstechnisch, als auch optisch (wobei optisches Tuning im Grunde keine Auswirkung auf das Game an sich hat, sondern nur euren Fahndungslevel senkt). Dennoch macht es auch in „Need for Speed Most Wanted“ Spaß, die eigene Karre richtig aufzupeppen und damit vor Freunden anzugeben. Die Künstliche Intelligenz im Karriere-Modus zieht ab einem gewissen Punkt extrem an, was so manche Spieler ziemlich schocken dürfte. Ich persönlich finde das ziemlich witzlos, sollte man den Spielern doch immer die Möglichkeit geben, sich LANGSAM an etwas zu gewöhnen. Das ist so, als setze ich mein sein Kind in die Badewanne, damit es Wasser kennen lernt und schmeiße es anschließend vom Sprungturm ins tiefe Wasser. Zusätzlich gibt es noch ein paar Herausforderungen, in denen ihr bestimmte Ziele mit bestimmten Autos erreichen müsst – nichts Besonderes. Auf PC, Xbox und Xbox 360 lässt sich „Need for Speed Most Wanted“ auch online spielen, allerdings gibt es hier keine Polizeiverfolgungsjagden mit anderen Spielern, sondern nur reine Rennen. Grafisch wird, abgesehen von der PlayStation 2-Version, welche nicht ganz so gut aussieht, ein ziemliches Feuerwerk geboten, welches den bisher gezeigten Screenshots voll und ganz gerecht wird. Nur leider haben die Entwickler bei eurem Wagen auf ein echtes Schadensmodell verzichtet (es gehen nur wenige Sachen zu Bruch), wohingegen sich z. B. Polizeiwagen komplett verschrotten lassen. Die Soundeffekte sind von gewohnt hoher Qualität und auch der Soundtrack kann überzeugen.
Autor: Marius & Morten
Juiced:
Die Rennen in Juiced werden auf den Straßen der fiktiven Stadt Angel City ausgetragen, illegal sind sie aber nicht. Die Rennstrecken wurden extra für die Rennen abgesperrt und so trefft ihr natürlich auf keinen Gegenverkehr. Die Auswahl an Strecken ist erfreulich groß und abwechslungsreich, so könnt ihr auf Ovalkursen z. B. richtig Gas geben oder aber durch richtig verwinkelte Straßen donnern. Die Stadt ist in verschiedene Teile unterteilt und in jedem dieser Teile hat eine andere Truppe das Sagen. Und um überhaupt an gewissen Rennen teilnehmen zu dürfen, müsst ihr euch erst einmal den Respekt der jeweiligen Anführer verdienen. Dies geht z. B. durch Siege in einfacheren Rennen, aber mitunter zählen auch ein großer Fuhrpark bzw. ein bestimmter Fahrstil. Vor den Rennen habt ihr auch die Möglichkeit, euer Geld auf euren Favoriten (hoffentlich stets ihr selbst) zu setzen. Das bringt die Chance, viel Geld zu verdienen, aber es kann natürlich auch vollkommen in die Hose gehen – das wäre dumm, denn wer unten ankommt, hat es nicht so leicht, wieder hochzukommen. Besonders weil eure Wagen auch Schäden erleiden können und so regelmäßig repariert werden müssen. Anfängern kann es so passieren, dass sie das Pad frustriert in die Ecke pfeffern. Juiced bietet aber natürlich nicht nur einfache Rennen, sondern noch viel mehr: Sprintrennen mit Nitro-Einsatz sind für das Genre obligatorisch, Teamrennen, Duelle und Showkämpfe hingegen nicht. In zuletzt genannten Herausforderungen müsst ihr möglichst viele Tricks performen, aber wiederholt euch nicht zu oft, sonst gibt es Punktabzug. In den Duellen tretet ihr gegen einen einzigen Fahrer an – der Gewinner erhält den Wagen des Verlierers. Online könnt ihr so auch antreten (neben konventionellen Rennen mit bis zu sechs Spielern), aber Anfänger werden sich dies wohl zweimal überlegen, bevor sie einen guten Wagen riskieren. In den Teamrennen fahrt ihr mit bis zu zwei Kollegen im Team und versucht so einen Doppel- oder Dreifachsieg einzufahren. Euren Kollegen könnt ihr dabei auch befehlen, ob sie aggressiv, vorsichtig oder normal fahren sollen. Hierbei spielt aber auch der Stress eurer Kollegen eine Rolle, lasst sie also nicht nur aggressiv fahren, sonst gibt es einen Dreher. Im Übrigen sind die Wagen nach Leistung in acht Klassen aufgeteilt und durch ausgiebiges Tuning können eure Karren aufsteigen. Dies kann dazu führen, dass ihr mit dem Wagen an einem bestimmten Rennen nicht mehr teilnehmen dürft! Tuning wird in Juiced mit unzähligen optischen und leistungsorientierten lizenzierten Teilen aber generell groß geschrieben.
Autor: Marius & Morten
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