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| Guten Tag - Strategiespiele
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Anno1701:
Für die Anno-Veteranen unter euch werden die Aufgaben, die es zu erfüllen gilt, etwas vertrautes sein. Ihr müsst aus einer kleinen Siedlung eine gewaltige Metropole schaffen, indem ihr die Bedürfnisse eurer Anwohner befriedigt und dafür sorgt, dass genügend Rohstoffnachschub vorhanden ist. Zu Beginn ist dies alles auch noch einfach zu überwältigen, da ihr nur ein paar Häuser sowie Lager- und Produktionsgebäude zu verwalten habt. Aber keine Sorge, die Anforderungen nehmen im Spielverlauf zu und irgendwann habt ihr sehr viel zu erledigen. Je nach Spielart fangt ihr mit einem Kontor oder Erkundungsschiff an, mit jenem ihr vorerst eine Insel ausfindig machen müsst bevor ihr dann euer Kontor erstellen könnt. Neben Größe und Form verfügt jede Insel über spezielle Bodeneigenschaften und Bodenschätze. Ab einem gewissen Zeitpunkt allerdings reicht diese Anfangsinsel nicht aus, da ihr entweder keinen Platz mehr zur Verfügung stehen habt, oder die Bodenbedingungen nicht optimal für eine bestimmte Pflanze sind. Sollte dies eintreffen, müsst ihr euch nach einer weiteren Insel umsuchen, welche die Anforderungen erfüllt. Um die Rohstoffe unter den Kontoren aufzuteilen, könnt ihr Handelsschiffe hin und her pendeln lassen, sodass diese die Rohstoffe austauschen. Auf diese Art und Weise müsst ihr auf der zweiten Insel keine neue Stadt errichten, sondern könnt diese lediglich als Expansion für bestimmte Rohstoffe nutzen. An die benötigten Rohstoffe und Materialien könnt ihr allerdings auch durch Handel mit den anderen Spielern herankommen. Sobald ihr in der Forschung gewisse Fortschritte gemacht habt und über die notwendigen Ressourcen verfügt, um euch militärische Einheiten zu erkaufen, könnt ihr auch Inseln einnehmen, welche zuvor von einem anderen Spieler besiedelt waren. Aber ihr müsst nicht gleich einen Krieg anfangen, sondern könnt mit ihnen harmonisch als Nachbarn leben, und euch gegenseitig mit Rohstoffen und anderen Dingen aushelfen. Im Einzelspieler-Modus erwarteten euch neben dem Endlosspiel und dem Tutorial auch zehn verschiedene Szenarios, die von nun an die Kampagnen ersetzen, auf welche die Entwickler in Teil drei verzichtet haben. Hierbei müsst ihr allerlei verschiedene Aufgaben erfüllen, jene wirklich sehr einfallsreich sind und vor allem Spaß machen. Ein Szenario sieht beispielsweise so aus: Der Bürgermeister einer Stadt erwartet den Besuch der Königin. Dummerweise ist diese Stadt ziemlich heruntergekommen seit ihrem letzten Besuch ihrer Majestät. Eure Aufgabe ist es nun, diese Stadt wieder auf Vordermann zu bringen. Ich persönlich habe sehr viel Spaß an dieser Aufgabe gehabt und brauchte ungefähr zwei Stunden, bis ich zufrieden war und die Mission beenden konnte. Neben diesen Szenarien gibt es dann noch die „Spielwiese“, wo ihr ungestört von Konkurrenten oder Umweltkatastrophen eine Stadt errichten könnt. Zu guter letzt gibt es dann noch den Multiplayer-Modus, indem ihr bis zu vier Spieler online oder offline im LAN gleichzeitig um die Wette baut. Eine sehr feine Sache ist wie ich finde die Ordenvergabe im Spielerprofil. Im Wesentlichen hat man davon nichts, außer einer kleinen Anerkennung, aber es macht dennoch Spaß diese zu sammeln und man erlangt so eine gewisse Motivation. Einen Orden gibt es, wenn man diverse Forderungen erfüllt, indem man beispielsweise 10 Spielstunden in dieses Spiel investiert oder alle Szenarienlevel erfolgreich absolviert hat.
Autor: Marius & Morten
Rise & Fall: Civilizations at War:
Als Redakteur freue ich mich immer wieder, wenn die Publisher Retail-Versionen und nicht nur CD-Rs oder ähnliches schicken. Das wirkt so lieblos. Ganz besonders gefreut habe ich mich allerdings über die Collector’s Edition von „Rise & Fall: Civilizations at War“, die Midway mir nun schickte. Neben dem Hauptspiel enthält diese nämlich auch das offizielle Lösungsbuch sowie ein T-Shirt zum Spiel. Einem alten, fetten Sack wie mir passt zwar nicht unbedingt Größe L, doch das ist ja im Prinzip egal. „Rise & Fall: Civilizations at War“ ist ein Echtzeit-Strategiespiel, das zu Zeiten Alexander des Großen bzw. Cleopatras (die Cleopatra, die mit Julius Cäsar angebandelt hat) spielt. Was jetzt nicht sonderlich innovativ klingt, geht in der Praxis dennoch ganz klar in diese Richtung, denn „Rise & Fall: Civilizations at War“ bietet den so genannten Helden-Modus, auf den ich an späterer Stelle eingehen werde. „Rise & Fall: Civilizations at War“ wird die meiste Zeit aus der für Strategiespiele üblichen isometrischen „von oben“ - Perspektive gespielt, wobei ihr die Sicht auch ordentlich zoomen dürft. In vielen Missionen müsst ihr zu Beginn eine Basis bauen, eine bereits bestehende ausbauen oder eine verteidigen. Für den Bau von Gebäuden sind Bürger verantwortlich, die aber erst einmal Holz und Gold sammeln müssen. Holz und Gold sind die einzigen Rohstoffe im Spiel - zugegebenermaßen ist das etwas wenig, aber wirklich stören tut es auch nicht. Realistischer wäre es natürlich gewesen, hättet ihr eure Leute auch auf die Jagd schicken müssen, aber da das alles standardisierte Abläufe gewesen wären, ist das nicht vorhanden sein nicht so tragisch. Habt ihr erst einmal genügend Rohstoffe gesammelt (und das kann dauern), errichtet ihr Gebäude wie Wohnhäuser, Kasernen, Türme, Ställe, Häfen oder Schutzwälle. Besonders im späteren Verlauf des Spiels ist es wichtig, die eigene Basis gut zu verteidigen. Dies beginnt ihr am besten mit den besagten Wällen und Türmen. Auf den Mauern könnt ihr auch Bogenschützen platzieren sowie Kräne mit Haken, die die feindlichen Belagerungsmaschinen in die Luft heben und sie so unschädlich machen. In Gebäuden wie Kasernen, Ställen und ähnlichem bildet ihr eure Krieger aus (Hopliten, Reiter, Bogenschützen etc.) und zieht mit diesen anschließend los, um den Feind anzugreifen. Aber auch dieser verfügt über ein sehr gutes Verteidigungssystem und so werdet ihr die eine oder andere Mauer erst mit Rammböcken, Katapulten und Stadtzerstörern hops nehmen müssen. Und dabei werdet ihr natürlich permanent von feindlichen Bogenschützen und diesen tollen Greifhaken behakt. Ohne Belagerungsmaschinen nimmt man eben keine befestigte Stadt ein, das mussten auch schon die Kreuzritter im Sommer 1099 vor den Mauern Jerusalems schmerzlich erfahren. Erst nachdem Holz für den Bau ebensolcher Maschinen gefunden wurde, konnten die Mauern der Stadt erklommen werden (und der Irrsinn konnte beginnen). Strategisch ist „Rise & Fall: Civilizations at War“ ansonsten aber nicht sonderlich anspruchsvoll - für Könner sollte keine Mission ein Problem darstellen. Ihr dürft sogar, genügend Ruhm und Gold vorausgesetzt, Berater einstellen, die eure Leute effektiver arbeiten oder die Moral der Truppe steigen lassen. Nun will ich aber auf den bereits erwähnten Helden-Modus eingehen. Mit einem Druck auf die Q-Taste wird dieser aktiviert und fortan spielt ihr Alexander bzw. Cleopatra aus der dritten Person. Mittels WASD-Steuerung und Maus dirigiert ihr euren Helden / eure Heldin durch die Gegnermassen und metzelt dabei wie ein Weltmeister. Leider ist die Steuerung etwas schwammig. In diesem Modus seid ihr extrem stark, sterben ist also kaum drin, dafür ist eure Zeit im Helden-Modus sehr begrenzt und diese kann nur durch das Sammeln von Krügen wieder aufgefüllt werden. Das ist auch der Grund, warum ihr euch diesen Modus für wichtige Momente aufheben solltet. Wer seine Zeit einfach so verheizt, bekommt früher oder später definitiv Probleme. Wenn beide Kampagnen durchgespielt sind, gibt es immer noch das Geplänkel und einen Mehrspieler-Modus, in dem ihr euch ausgiebig austoben könnt. So gut wie das Spiel spielerisch auch sein mag, die Grafik kann da leider nicht ansatzweise mithalten. Diese ist zu grob, zu unspektakulär, im Jahre 2006 möchte man in dieser Hinsicht einfach mehr erleben. Besonders katastrophal sehen auch die Zwischensequenzen aus. Zudem gibt es hin und wieder Fehler in der Kollisionsabfrage und manchmal stellen sich die eigenen Einheiten einfach nur dämlich an. Dafür ist der Soundtrack verdammt gut gelungen, wenn auch die Sprachausgabe wiederum hätte besser sein können.
Autor: Marius & Morten
Die Siedler 2: Die nächste Generation:
Die Welt von „Die Siedler 2: Die nächste Generation“ ist frei von Frauen und so sollte man eigentlich meinen, dass es keine Konflikte gibt. Dem ist aber nicht so. In praktisch jeder Mission müsst ihr erst eine Basis aufbauen und dann Soldaten ausbilden. Das ganze benötigt natürlich Rohstoffe wie Holz oder Steine, die ihr mit entsprechenden Arbeitern einsammeln müsst. Aber nur einsammeln bringt nichts, ihr müsst natürlich auch die entsprechenden Gebäude und Straßen gebaut haben. Und dann stellt ihr eine Armee auf die Beine und dringt in das Gebiet des Feindes vor, um dort das Portal zu erreichen, was in jeder Mission zu finden ist. Erst wenn ihr dieses erreicht habt, ist der Level geschafft. Je nach Mission kann das zwei bis drei Stunden dauern. „Die Siedler 2: Die nächste Generation“ ist ein echter „Klassiker“, zumindest vom Gameplay her. Die Grafik wurde dem aktuellen Zeitgeist angepasst und wirkt mal wieder verdammt knuddelig.
Autor: Marius & Morten |
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